Möbel als Mogelpackung

Es ist ein edles Stück, dieses kleine Beistelltischen aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Die Tischplatte ist aus Marmor, die Beschläge aus Goldbronze, das Furnier aus Mahagoniholz. Doch bei genauerem Hinsehen erkennt man: Alles ist aufgemalt. Das Mahagonifurnier wurde mit einer Beize hergestellt. Nichts ist so wie es auf den ersten Blick scheint. Handelt es sich um eine Fälschung?  Nein, die Entstehungszeit stimmt. Das Aussehen des Tisches ist so gewollt. Das Möbel gehört zur “Arte Povera”, der “armen Kunst”, die sich ab dem 17. Jahrhundert in Europa vebreitet hat.  Die teuren Materialien wurden imitiert, um Kosten zu sparen. Lange galten diese Möbel, aber gerne auch Schatullen oder Truhen, nicht als sammelwürdig und wurden weggeworfen.

Die Möbelexperten der  Sendung  Kunst und Krempel im Bayrischen Fernsehen   vom 2. März erzählen in einem Video die Geschichte dieses Beistelltisches.

Hin und wieder sind solche Stücke auf Auktionen oder im Handel zu finden.  Die Preise richten sich nach Qualität und Zustand der Objekte. Bei Möbeln können es drei- bis vierstellige Beträge, aber bei besonders schönen und aufwändigen Exemplaren auch einmal sechstellige Beträge sein.

 

 

 

 

 

 

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