Wo Meissen drauf steht, ist nicht immer Meissen drin…

Die von Edme Samson 1845 gegründete Pariser Porzellanmanufaktur war bekannt für seine Repliken. Als Vorlage diente seine Sammlung von 20 000 Originalen der grossen Manufakturen, wie Meissen oder Sèvres, die sich im Lager der Fabrik befand. Für den adeligen Haushalt waren diese Stücke eine günstige Ergänzung des eigenen Services. Der eine oder andere „Antiquitätenhändler“ „veredelte“ sie mit einer höherwertigen Marke.1) Neben Samson bewegten sich viele kleine Pariser Manufakturen, das Ungarische Herend oder die Dresdner Manufaktur von Helena Wolfsohn gelegentlich in einer Grauzone. 2)

Heidi Dürrs Artikel „Wenn Meissens Schwerter trügen“ aus der Zeit online von 1971, liefert interessante Einblicke über die „Fälschungsvariationen“ bei Porzellan. Vor allem gilt: was falsch aussieht, muss nicht immer falsch sein…

 

 

  1. Heidi Dürr 1971, S.2
  2. Helene Wolfsohn versah viele Ihrer Objekt mit der „AR“ Marke, die Meissen, um 1720 verwendete. AR stand für Friedrich August I. (genannt „August der Starke“), Kurfürst von Sachsen und als August II. König von Polen. Dieses Monogramm leitet sich von „Augustus Rex“, zu deutsch „König August“, ab. Die Verwendung dieses Monogramms führt auch zu diversen Prozessen zwischen Meissen und Helene Wolfsohn. Allerdings waren die Porzellanmarken bis ins letzte Viertel des 19. Jahrhunderts nicht geschützt.

 

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